Anleitung: Labrador Erziehung

Wie du deinen Labrador zum perfekten Begleiter erziehst!

Er gilt als besonders liebenswerter Familienhund, stets aufgeweckt und freundlich – der Labrador Retriever. Die britische Hunderasse stammt aus Neufundland und wurde einst für den Apport bei der Jagd gezüchtet. Heute gilt der Labrador als gutmütiger, anpassungsfähiger Hund voller Energie, der so gut zu motivieren ist, dass die Erziehung nicht schwer fällt. In diesem Ratgeber erfährst du alles wichtige zur Labrador Erziehung!
labrador

Warum lohnt sich die Erziehung meines Labradors?

Hunde sind seit jeher treue Wegbegleiter für uns Menschen. Heutzutage zählen sie zu den beliebtesten Haustieren der Deutschen. Täglich zeigen die Vierbeiner uns, was in ihnen steckt und stetig überraschen sie uns aufs Neue. Dabei ist jeder Hund individuell. Besonders liebenswerte Hunde, die ideal für Singles, aber auch Familien sind, sind Labradore. Und nicht nur das: Labradore sind auch unglaublich vielseitig und überzeugen absolut durch ihren gutmütigen Charakter und ihr sensibles Wesen.

Durch die Erziehung deines Labradors bringst du deinem Hund nicht nur soziales Verhalten gegenüber anderen Tieren und Menschen bei, sondern du schaffst auch eine spezielle Bindung zwischen dir und deinem Vierbeiner. Dabei ist es egal, ob du die Erziehung mit den Grundkommandos „Sitz“, „Platz“, „Bei Fuß“ und „Bleib“ beginnst, oder ob du ihm lehrst, Spuren zu lesen und zu apportieren. In dem Moment, wo du dich um die Labrador Erziehung kümmerst, beschäftigst du dich intensiv mit deinem Hund. Und er wird es dir ein Leben lang danken.

Labradore gelten als besonders lernwillige und intelligente Rasse, so dass sie oft auch zu Blinden-, Spür- und Rettungshunden ausgebildet werden. Aber nicht nur in diesen „Jobs“ ist eine Erziehung die Grundvoraussetzung für ein schönes Miteinander.

Eine fehlende Labrador Erziehung kann auch im Alltag und Zuhause Probleme mit sich bringen.

So kann der alltägliche Spaziergang zur Tortur werden und die Hunde können sogar zur Gefahr für sich selbst und andere Tiere und Menschen werden. Wenn du dich der Labrador Erziehung annimmst, hast du die Kontrolle über dein Haustier. Und diese Kontrolle ist alles andere als negativ. Unerzogene Hunde – egal welcher Rasse – lernen ohne eine Erziehung nie, wie sie sich benehmen müssen. Und so kann aus Spiel auch ganz schnell Ernst werden, zum Beispiel in dem aus dem welpenhaften, spielerischen Schnappen irgendwann mal ein Zubeißen wird.

So niedlich die kleinen, tapsigen Welpen auch sind – Labradore werden zwischen 25 und 50 Kilogramm schwer und sehr stark. Das heißt, spätestens im Erwachsenenalter geht der Hund ohne Erziehung eher mit dir spazieren, als du mit ihm, springt Kinder und Fahrradfahrer an und stellt noch andere, unkontrollierbare Dinge an, für die du dann die Verantwortung tragen musst. Ohne die Labrador Erziehung könntest du im täglichen Umgang mit dem Tier wirklich Probleme bekommen. So einen schweren und zudem noch kraftvollen Hund kannst du nicht einfach mit einem Ruck an der Leine halten. Es ist wichtig, deinen Hund immer gut im Griff zu haben. Und eine gute Labrador Erziehung kommt eventuell nicht nur dir zugute. Vielleicht musst du deinen Vierbeiner auch mal anderen überlassen, zum Beispiel wenn du in den Urlaub möchtest oder krank wirst. Auch dann wäre ein unerzogener, an der Leine ziehender Labrador äußerst unangenehm. 

Außerdem gilt ein Hund, der weiß, was er zu tun hat und was von ihm verlangt wird, als stressfrei und ausgeglichen. Das heißt, es geht ihm gut! Und das sollte dir am Herzen liegen.


Durch die Labrador Erziehung zeigst du deinem Hund Grenzen und Regeln auf. Er muss sich keine Sorgen machen, bekommt mehr Sicherheit und steht somit nicht unter Stress. Er kennt deine Führungsrolle, die Hierarchie und alle wichtigen Regeln und kann sich innerhalb dieses Kreises bewegen.

Merke:

Was viele nicht wissen: unerzogene Hunde, die an der Leine ziehen, viel bellen und auf andere Menschen und Tiere unsicher oder aggressiv reagieren, stehen unter sehr großem Stress.

Ebenso wie du als Halter. Und da Labradore sehr sensible Hunde sind, übertragen sich auch dein Stress und deine Unsicherheit auf sie.

Mit der Labrador Erziehung kehrt Ruhe ein – für euch beide.

Du bekommst die nötige Sicherheit und dein Hund wird das merken und ebenfalls viel entspannter leben können. Zudem steigerst du die Bindung zwischen euch beiden, wenn ihr vereint und sicher durchs Leben spaziert...

Und wer träumt nicht davon, einen Hund zu haben, der hört und mit dem man auch ohne Leine sorglos spazieren gehen kann?

Das ist für deinen Labrador eine große Freude und ein Zeichen des Vertrauens. Es tobt sich ohne Leine zudem viel besser und er kann rennen und flitzen und die Umgebung ungezwungener erkunden. Auch wird der Hund nach der Labrador Erziehung weniger bis gar kein Fehlverhalten mehr zeigen.

Für jeden Hund typisch sind:
  • Knurren
  • Bellen
  • an der Leine ziehen
  • Beißen
  • Unreinheit
  • Aggressionen.

Labradore neigen dazu noch zu Zerstörungswut und Trennungsangst. Mit einer konsequenten Erziehung verbringst du viel Zeit mit deinem Hund, lernst ihn besser kennen (und er dich) und du bereitest ihn perfekt auf das Leben an deiner Seite und in der Gesellschaft vor.

Schließlich ist dein Labbi doch ein wichtiges Familienmitglied, dem es so gut wie möglich gehen soll, oder?

Labradore bringen die besten Voraussetzungen für eine ordentliche Erziehung mit. Sie sind folgsame, freundliche und unwahrscheinlich intelligente Hunde. Ihre Neugier und Verspieltheit, aber auch ihr Temperament und ihre Energie tragen ebenfalls dazu bei, die passende Erziehungsmethode zu finden.


Sicherlich sind Labradore in ihrem Spieltrieb und ihrer Freude oft kleine Dampfloks, die stürmisch durchs Leben flitzen. Aber du musst mit der Labrador Erziehung die Energie nur in die richtige Richtung lenken und dich ausgiebig mit den Eigenarten und dem Wesen deines Tieres beschäftigen.

Labradore brauchen sowohl körperliche als auch geistige Beschäftigung – das kannst du prima in die Erziehung einbauen. Und umso mehr du mentale und physische Aktivitäten in die Labrador Erziehung einbaust, desto ausgeglichener wird der Hund und desto einfacher gelingt das Training.

Labradore sind ideal, um ihnen auf spielerische Weise Verhaltensregeln und Kommandos beizubringen, denn sie haben tatsächlich Spaß daran, beschäftigt zu werden. Und du wirst mit wachsendem Erfolg ebenfalls viel Freude daran haben.

Welche typischen Labrador Probleme gibt es und wie vermeide ich sie?

Dein Labrador wird dir sicher immer Freude machen. Aber hin und wieder kann es auch zu Problemen kommen, die dir weniger Spaß machen.

Dazu gehören Verhaltensweisen wie Bellen, Beißen oder Schnappen, Anspringen, Knurren, an der Leine ziehen, Ungehorsam und Unreinheit. Durch Erziehung sind die folgenden Probleme sehr gut zu bewältigen oder zu vermeiden.

Du solltest niemals vergessen, dass Hunde auch nur Lebewesen sind. Jeder Hund ist individuell und hat seinen eigenen Kopf. Und besonders Labradore sind nicht nur niedlich, neugierig und klug. Sie sind auch kräftig und stark und können dich daher schnell an deine Grenzen bringen, wenn sie nicht hören.

Sehr typisch für Labradore ist Trennungsangst. Weil sie sehr loyal und menschenbezogen sind, mögen sie es gar nicht, wenn sie allein gelassen werden. Die sensiblen Tiere kläffen oder jaulen dann. Du als Halter kannst durch einen einfachen Erziehungstipp Abhilfe schaffen.

Da das Weggehen zum Alltag gehört und nicht vermieden werden kann, solltest du das Wiederkommen trainieren.

Merke:

Zeig deinem Hund bei deiner Rückkehr nicht, dass du ein schlechtes Gewissen hast und begrüße ihn nicht überschwänglich. Das lässt das Tier nur noch aufgeregter und unsicherer werden. Besser ist, wenn du die Rolle des Leittieres übernimmst und bei deiner Rückkehr nur eine kurze Begrüßung integrierst, bevor du dich ganz normal weiter bewegst. Auch die Belohnung sollte in diesem Fall ausfallen, denn deine Rückkehr ist Belohnung genug.



Ebenfalls typisch für die neugierigen Labradore ist das Buddeln von Löchern, egal ob auf dem gepflegten Rasen, im Garten oder im frisch bepflanzten Blumenbeet. Sicher ist das Buddeln im Welpenalter noch unglaublich süß. Aber du solltest es von Anfang an unterbinden – und zwar konsequent. Für die Hunde ist das Buddeln völlig normal. Klare Regeln gegen das Buddeln, sind nicht negativ für den Hund, bringen dir aber mehr Frieden. 

Auch das Beißen oder Schnappen ist ein typisches Labrador Problem. Die Hunderasse ist von Natur aus darauf gezüchtet, alles mit dem Maul zu bearbeiten. Das heißt, sie apportieren und erkunden alles mit ihrem Maul – somit auch uns, Kleidung, Schuhe, Gegenstände. 

Du solltest bestimmte Verhaltensweisen generell von Anfang an unterbinden. Dazu gehört auch das Hochspringen an Menschen, ständiges Bellen, Betteln und vom Tisch klauen. Bei allen bekannten Problemen solltest du sofort einschreiten. Das geht am besten mit einem klaren, festen „Nein“
Damit unterdrückst du deinen Vierbeiner nicht, sondern stellst einfach klar, wer der Chef im Haus ist.

Labradoren hilft es ungemein, wenn sie wissen, woran sie sind. Das heißt, sie brauchen die klaren Regeln sogar, um sicherer zu werden. Der häufigste Fehler bei Problemen mit Labradoren ist die vernachlässigte Labrador Welpen Erziehung. Anfangs wirkt das Fehlverhalten noch niedlich und harmlos, aber schon innerhalb weniger Monate verursachen diese Fehlverhalten größere Probleme und dann ist es alles andere als niedlich. Vergiss nicht, dass aus süßen, kleinen Welpen ganz schnell ungestüme, große Hunde werden – die von Anfang wissen sollten, wer der Boss ist.

Das ist vergleichbar mit Menschen. Auch Kinder testen in jungen Jahren ihre Grenzen aus und strapazieren unsere Geduld. Welpen sollten gar nicht erst die Gelegenheit haben, sich an Fehlverhalten zu gewöhnen. Zudem ist es problematisch, wenn man die Labrador Welpen Erziehung vernachlässigt. Schließlich wissen die erwachsenen Tiere nicht, weshalb sie einige Dinge als Welpe noch durften und jetzt plötzlich nicht mehr. 

Die Labrador Welpen Erziehung – auf was sollte ich achten? 

labrador welpen erziehung
Wenn du dich dazu entscheidest, dir einen Labrador Welpen zu holen, hast du die besten Voraussetzungen für eine gute Erziehung. Die Voraussetzung für die Labrador Welpen Erziehung ist der sofortige Beginn. Dein Welpe sollte ab dem ersten Tag in seinem neuen Zuhause und primär von dir erzogen werden. Zumindest die Grundkommandos lernt der Kleine ganz schnell.

Wenn du möchtest, kannst du dir auch professionelle Hilfe in einer Welpenschule holen, in der dein neuer Mitbewohner mit anderen Hunden gemeinsam lernt. Obwohl oftmals gesagt wird, dass die Labrador Welpen Erziehung mit anderen Hunden nicht vorteilhaft ist, weil es zu viel Ablenkung geben soll, erweist sich meist das ganze Gegenteil als die Wahrheit. Generell hat jeder Hund nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne, weshalb immer viel Geduld und Fingerspitzengefühl nötig sein wird. Sicherlich gibt es bei der Labrador Welpen Erziehung in der Gruppe viele neue Eindrücke und Gerüche sowie ständige Abwechslung. Aber der Hund sammelt auch Erfahrungswerte, die ihm in seiner Entwicklung helfen werden. Aber auch wenn du bei deiner Labrador Welpen Erziehung auf einen Hundetrainer zählen möchtest, musst du auch selbst einer werden. Eine Welpenschule macht nur dann wirklich Sinn, wenn dein kleiner Freund zumindest die Grundkommandos bereits kennt.

Tipp

Möchtest du professionelle Hilfe ohne den Besuch einer Welpenschule, empfehlen wir dir eine Online Hundeschule. Die Vorteile: du kannst die Übungen zu Hause jederzeit alleine mit deinem Labrador ausführen. Weiter unten gehen wir speziell auf unsere Empfehlung ein.

Du solltest dich ebenfalls mit dem Verhalten und dem Wesen der Labradore auseinandersetzen – einfach, um sie besser zu verstehen und das für die Erziehung zu nutzen. Dieses Kennenlernen ist auch sehr wichtig, damit sich die Mensch-Hund-Beziehung festigt. Umso mehr du dich mit deinem Welpen auseinandersetzt, desto eher erkennt er dich als sein Herrchen oder Frauchen an und desto eher funktioniert auch die Erziehung. 

Labradore verfügen bereits im Welpenalter über ein – nennen wir es spezielles – Temperament. Sie sind schon im Kleinformat erstaunlich freundlich, schlau, treu, lernwillig, aufnahmefähig, gesellig und neugierig. Diese Eigenschaften sind bereits im Welpenalter so gut ausgeprägt, dass es für die frühe Labrador Welpen Erziehung nur von Vorteil sein kann.

Die Kleinen wollen auch schon im „Kindesalter“ gefordert werden und sind ganz gierig darauf, zu lernen. Und gerade bei Welpen funktioniert die Erziehung sehr gut mit einer Mischung aus Spielfreude und Autorität, denn sie sollte sowohl für den Menschen als auch für den Hund Spaß und Freude bereiten.

Du kannst deinem jungen Vierbeiner bereits im Kindesalter die wichtigsten Grundsätze für sein Erwachsenenalter beibringen und dabei typische Labrador Probleme von Anfang an unterbinden. Dazu gehört zum Beispiel die Trennungsangst. Diese geht oft einher mit Zerstörungsdrang und dem Wunsch nach Geselligkeit. Unterbindest du diese Probleme bereits bei der Labrador Welpen Erziehung, wirst du einen wundervollen erwachsenen Hund bekommen. 

Für die Welpen ist eine gewaltfreie, ruhige, geduldige und belohnungsorientiere Erziehung genau richtig. Die Kommandos und Grenzen müssen den Welpen Schritt für Schritt begreiflich gemacht werden. Die Anforderungen an die Welpen sollten nach und nach steigen. Dabei ist die frühe Sozialisierung wichtig. Sie lernen sozusagen von klein auf, wie sie sich benehmen dürfen und wie sie sich am besten in die Gesellschaft integrieren. Mit dem Schritt-für-Schritt-Vorgehen wird man schnelle Lernerfolge erzielen und das freut im Endeffekt beide – Tier und Mensch. Die wissbegierigen Tiere lernen schnell und bald wirst du ein harmonisches Verhältnis zu deinem Vierbeiner herstellen. Durch das gemeinsame Lernen und die Labrador Welpen Erziehung entsteht ein gegenseitiges Verständnis und Miteinander. 

Zu Beginn sind die klassischen Grundkommandos wie „Sitz“, „Bleib“ und „bei Fuß“ Teil des Lehrplans. Gleichzeitig kann man mit den noch kleinen Hunden prima üben, wie man an der Leine läuft und dass Anspringen nicht schön ist.

Labradore sind bereits als Welpen von ihrem natürlichen Jagdtrieb gelenkt und sehr aufmerksam. Bei der Labrador Welpen Erziehung müssen diese natürlichen Triebe in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Labradore sind dafür bekannt, dass sie gefallen wollen und harte Arbeit mögen. Das vereinfacht die Erziehung natürlich erheblich. Und sie gelten als sehr verfressen.

Ja, tatsächlich können Labradore unglaublich viel fressen.

Für die Erziehung ist das aber von Vorteil. Denn sie lassen sich ganz einfach mit Leckerlis bestechen und erzielen dadurch schnellere Lernerfolge bei der Erziehung!

Wer sich bereits vor dem Welpenkauf über das Tier erkundigen möchte, sollte unbedingt fragen, wie lange der Kleine bei seiner Mutter geblieben ist. Ideal ist es, wenn die Welpen in den ersten acht Wochen ihres Lebens bei der Mutter verblieben sind. Denn in dieser Zeit legt die Mutter den Grundstein zur Erziehung.



Die Phasen der Labrador-Welpenentwicklung

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Labradore sind schon mit knapp drei Wochen voll entwickelt. Sie befinden sich dann in der sogenannten Prägungsphase. In dieser Zeit entwickelt der Hund seine späteren Talente. Der Welpe lernt in der Prägungsphase auch, sich in eine Gemeinschaft einzuordnen. Er akzeptiert den Rudelführer und die über ihm stehenden Charaktere.

Mit ungefähr zwei Monaten fängt die Sozialisierungsphase an. In der Hundefamilie übernimmt an dieser Stelle der Rüde die Erziehung und zeigt dem Welpen, wie das Leben im Rudel funktioniert und wann er sich unterzuordnen hat. Die Lehre der Unterordnung wird den Welpen auch unter ihresgleichen auf ziemlich deutliche Weise beigebracht, was dir bei der späteren Erziehung von Nutzen sein kann.

Die Sozialisierungsphase gilt auch als richtiger Zeitpunkt für das Weggeben der Welpen an Menschen. Die neue (menschliche) Familie kann an die Regeln des Rudels anknüpfen und der Welpe lernt fortan alle Regeln, die im Leben mit dem Menschen für ihn wichtig sind. Die Familie übernimmt an dieser Stelle die Rolle des Rudels. Du bist dann das Leittier und dafür verantwortlich, dass der Welpe seine Anlagen und sein Wesen formen kann. Du kannst den Kleinen ab sofort fordern und fördern. Dabei spielt auch viel Körperkontakt eine wichtige Rolle. Durch den Kontakt betrachtet der Welpe seinen Menschen als seinesgleichen. Und je intensiver du dich mit deinem Welpen beschäftigst, desto anpassungsfähiger und sozialer wird er im Erwachsenenalter. Ein weiterer Vorteil daran ist, dass der Welpe sich sehr schnell an seine neue Familie und die Umgebung gewöhnen wird. 

Wichtig ist, dass du die Eingewöhnungsphase nicht dazu nutzt, den Welpen machen zu lassen, was er möchte. Rücksicht ist hier fehl am Platz. Du solltest den Kleinen vom ersten Tag an erziehen, nur so lernt er am schnellsten und effektivsten, "wie der Hase läuft".

In der sogenannten Anpassungphase lernen die Welpen erfahrungsgemäß am schnellsten. In dieser Zeit solltest du die Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Komm“ bereits nutzen. Sei dabei nur nicht ungeduldig. In der Labrador Welpen Erziehung benötigen die Kleinen nicht nur Liebe, sondern vor allem auch Zeit. Sie müssen die neuen Anweisungen und Kommandos erst für sich begreifen und verarbeiten. Dafür ist es wichtig, dass du geduldig, aber auch konsequent bist. 

Besonders unangenehm ist es, wenn der Welpe noch nicht stubenrein ist. Dieser Teil der Erziehung benötigt viel Zeit und Einfühlungsvermögen. Die Welpenblase hat noch nicht sehr hohe Kapazitäten, das heißt, der Hund muss viel öfter als im Erwachsenenalter sein Geschäft verrichten.

Du solltest in dieser Zeit darauf achten, dass der Kleine konsequent immer nur draußen Gassi geht. Dafür musst du lernen, die Anzeichen zu erkennen, beispielsweise schnüffeln viele Hunde nervös am Boden lang, wenn sie die Blase drückt. Sei dabei immer zuversichtlich, verständnisvoll und vertraue deinem Welpen einfach. Wenn du entspannt im Umgang mit deinem Welpen bist und ihn förderst, anstatt ihn anzuschreien oder zu bestrafen, wirst du schnelle Erfolge sehen. Versprochen!

Gerade Welpen verstehen auch den Zusammenhang zwischen ihrem Handeln und deinem Schimpfen noch nicht. Deshalb ist es sinnlos, laut zu werden oder den Kleinen zu bestrafen. Sei lieber konsequent, wenn du ihn auf frischer Tat ertappst und setze ihn mit einem klaren, deutlichen „Nein“ einfach vor die Tür, wenn er muss. Welpen müssen ungefähr alle zwei Stunden ihr Geschäft verrichten. Versuche bereits in dieser Zeit, die klassischen Zeiten morgens, nach dem Fressen und abends einzuführen. 

Generell gilt in der Labrador Welpen Erziehung, dass du die Kleinen nach einem Erfolg immer lobst und bei Bedarf auch belohnst. Rückschläge und Misserfolge solltest du nicht zu ernst nehmen, denn sie sind völlig normal. Schließlich handelt es sich bei deinem Welpen um ein Tier und nicht um eine Maschine. Vielleicht erkundigst du dich vorab schon über die grundlegenden Anforderungen, die ein Labrador stellt. Bestimmte Unarten, Angewohnheiten und Triebe kannst du somit unterdrücken und frühzeitig das Leine laufen, die Stubenreinheit und elementare Kommandos beibringen. 

Und um nochmal auf die Welpenschule zu sprechen zu kommen: Die beste Zeit für die Welpenschule ist ab der 12. Woche. Mit einer
Online Hundeschule kannst du dir alle Infos ins Wohnzimmer holen und bekommst regelmäßig neue Anregungen für die Erziehung. Vielen Haltern ist das angenehmer, als in eine Schule mit vielen anderen Hunden zu sitzen. 

Wie lange dauert die Erziehung meines Labradors?

Jeder Hund, auch jeder Labrador, ist verschieden. Wie wir Menschen, sind auch Hunde Individuen, die ihren eigenen Kopf und ihren eigenen Charakter haben. Deshalb solltest du nicht auf eine bestimmte Zeit der Erziehung hinarbeiten. Für die Grundkommandos wirst du sicherlich mindestens ein Jahr benötigen. Beginnst du bereits im Welpenalter mit der Erziehung, wirst du schnellere Erfolge sehen und im Erwachsenenalter weniger Arbeit haben. Aber generell kann man sagen, dass die Erziehung eines Hundes eigentlich niemals aufhört. Du solltest immer dranbleiben – aber natürlich mit Spaß an der Sache.

Auf was kommt es bei der Labrador Erziehung an?

Labradore sind ohne Zweifel ideale Familienhunde. Aber dazu werden sie auch nur, wenn du sie richtig gut erziehst. Und bei der Labrador Erziehung musst du auf einige Dinge achten. Denn gerade das freundliche Wesen der großen Vierbeiner kann bei der Labrador Erziehung zu Problemen führen.

Oder kennst du das nicht? Dein Vierbeiner schaut dich einfach nur an und du findest ihn einfach nur niedlich und wunderschön?

Da fällt es nicht allzu schwer, ihm auch mal das ein oder andere Unding durchgehen zu lassen. Du solltest trotz aller Verliebtheit unbedingt konsequent bleiben. Es kann zum Beispiel durchaus mal ungemütlich werden, wenn du deinem Hund nicht beibringst, dass das an dir oder anderen Menschen hochspringen nicht gut ist. Labradore zelebrieren das besonders gern, wenn sie sich freuen. Das ist nicht wirklich bösartig gemeint, sondern einfach ein Teil der Labradore. Sie lieben ihre Menschen und freuen sich überschwänglich, sie zu sehen. Dabei gehen auch mal die Pferde mit ihnen durch. Sicher, im Welpenalter ist das noch sehr süß und lustig. Aber stell dir mal vor, dein Hund macht das auch noch, wenn er ausgewachsen ist und ein stolzes Gewicht hat.

Zur Erinnerung: Labradore können bis zu 50 Kilogramm schwer werden. Deshalb ist es wichtig, dass das Hochspringen und auch andere Unarten nicht belohnt werden. Eigentlich darfst du dabei nicht mal lächeln. Hunde verstehen deine Körpersprache nämlich sehr gut. Aber sie sind auch gelehrig und lassen sich vor allem mit Leckerlis sehr gern motivieren. Diese Gegebenheit solltest du für die Labrador Erziehung auch auf jeden Fall nutzen.

Mit regelmäßigen Trainingseinheiten und Übungen zwischendurch wirst du deinem Labrador die Grundkommandos relativ schnell beibringen können. Etwas, was Labradore besonders gut können, ist fressen. Sie fressen einfach alles, was im Weg herumliegt oder nehmen es zumindest ins Maul und kauen darauf herum. Da wird auch vor den Schuhen oder anderen Gegenständen kein Halt gemacht, wenn du das nicht unterbindest. Die Erziehung kann dabei helfen, deinen Hund in seiner Wildheit zu zügeln – auch für seine eigene Sicherheit (und die deiner Sachen). Das wahllose ins Maul nehmen von Dingen und das Vielfressertum musst du unbedingt in den Erziehungsplan mit aufnehmen. Es kann nämlich auch davor schützen, dass dein Vierbeiner Giftköder oder andere giftige Dinge frisst. 

Besonders viel Spaß bei der Erziehung bringt das Apportieren. Den Labradoren liegt es in der Natur, dass sie Dinge holen und herumtragen. Schließlich wurden sie zu diesem Zwecke auch einmal gezüchtet und der Trieb und der Spaß daran sind bis heute geblieben. Das Apportieren kannst du ganz wunderbar in das Training mit deinem Hund einbauen. So kannst du an Land üben, dass dir dein Hund sein Spielzeug wiederbringt. Aber auch im Wasser haben Labradore unglaublich viel Spaß daran, zu apportieren. Aber das wirst du nach und nach selbst herausfinden. Jeder Hund ist ein Individuum und sollte auch entsprechend behandelt und erzogen werden. So gibt es Hunde, die lieben Wasser und Schwimmen. Andere hingegen möchten nicht mal in die Nähe einer Pfütze und bevorzugen das Toben auf der Wiese im Park. 

Achte bei der Labrador Erziehung darauf, dass dein Hund auch genügend ausgelastet wird. Labradore sind dafür bekannt, dass sie Spaß am Lernen haben und gefordert werden möchten. Aber du solltest hier ein Gleichgewicht finden und den Hund keinesfalls ÜBERfordern. Lerne deinen Labrador kennen und finde heraus, was ihm Spaß macht. Diese Kenntnis kannst du sehr gut in die Erziehung einbeziehen. Dazu gehört unter anderem auch die Impulskontrolle, das heißt, das Kontrollieren seines Temperaments und seiner überschwänglichen Freude. Aber auch das Alleinbleiben muss passend zum Hund trainiert werden, denn das Weggehen gehört zum Alltag und sollte keine Probleme für den Vierbeiner darstellen. 

Bei der Labrador Erziehung ist es auch wichtig, dass dein Hund Kontakt zu anderen Hunden bekommt. Dabei sollte es egal sein, welcher Rasse oder welchen Geschlechts sie angehören. Der Hund wird es dir danken, ist bestens sozialisiert und du hast auch noch den Vorteil, die Vielfalt der Kommunikationsmöglichkeiten unter Hunden kennenzulernen. Die Hunde lernen miteinander umzugehen und sich entsprechend zu verhalten, wenn andere Tiere in der Nähe sind. 

Fakt ist, dass Labradore – genau wie alle anderen Hunderassen auch – durch klassische Konditionierung am besten lernen. Sie lernen dabei, Misserfolge und Erfolge zu unterscheiden. Bei der Erziehung sollte es das Ziel sein, dass dein Labrador lernt, welche Kommandos mit welcher Situation zu verknüpfen sind. Anfangs kannst du dafür zum Beispiel bestimmte Gesten oder Handbewegungen nutzen. „Sitz“ bringst du dem Labrador beispielsweise bei, indem du ihn anfangs leicht am Hintern nach unten ziehst, um ihn zum Sitzen zu bringen. Macht er das immer besser von allein, belohnst du ihn einfach mit einem Leckerli. Er wird bald verstehen, dass Erfolg auch Leckerli bedeutet und kann die Zusammenhänge besser verstehen. Die Übungen während der Labrador Erziehung sollten so lange wiederholt werden, bis sie sitzen. Der Hund sollte den Zusammenhang zwischen der Situation und dem Kommando ohne weiteres verstanden haben. So kannst du dich nach und nach mit den Unterstützungshandlungen und den Belohnungen zurücknehmen. Leckerlis sollten allerdings erst dann eingestellt werden, wenn dein Labrador die Kommandos wirklich verstanden hat und entsprechend reagiert. Aber sicher solltest du deinem Vierbeiner ab und zu weiterhin eine Belohnung zustecken oder ihn einfach loben, wenn er auf dich hört und gehorsam ist.

​​Die richtige Übungsauswahl

Du wirst schnell merken, dass dein Labrador fast jede Aufgabe dankbar annehmen wird. Sie mögen es einfach, sich zu beweisen und dir zu gefallen. Aber im Hau-Ruck-Verfahren funktioniert das auch bei sehr motivierten Hunden nicht. Du wirst viel Geduld und Ausdauer brauchen, aber auch Konsequenz und Fingerspitzengefühl. Vor allem Konsequenz sollte ganz groß geschrieben werden.

Lass dich während des Trainings nicht auf Spielereien ein, sondern bleib hart. Anfangs genügen eine halbe Stunde täglich oder einzelne Übungen zwischendurch, die du immer mal wieder wiederholst.

Denke aber daran, dass Hunde die menschliche Sprache nicht verstehen (auch wenn wir das gerne glauben würden).

Sie hören deine Laute und merken sich diese in bestimmten Situationen. Deshalb ist es wichtig, die richtigen Kommandos im richtigen Tonfall zu geben. Dabei solltest du darauf achten, die Kommandos möglichst immer in derselben Tonstärke zu geben, denn dann fällt es deinem Labbi viel leichter, die Befehle einzuordnen und zu interpretieren.

Es kann aber erfahrungsgemäß 50 bis 200 Mal dauern, bis dein Hund die Kommandos richtig umsetzen kann und diese dauerhaft verinnerlicht hat. Deshalb ist es wichtig, die Kommandos über mehrere Wochen hinweg zu trainieren. 

Damit dein Labrador motiviert bleibt und nicht überfordert wird, sind mehrere kurze Lerneinheiten ideal. Diese kannst du dann nach und nach steigern. Hier sollen dir ein paar beispielhafte Übungen für die Labrador Erziehung aufgezeigt werden: 


Vorab aber noch eins: Achte darauf, dass du Leckerlis als Belohnung nutzt, die zwar gut schmecken aber kalorienarm sind. Labradore neigen zu Übergewicht und am Ende bringt dir nur ein erzogener Hund etwas, der auch fit ist.


Die Übungsauswahl ist sehr wichtig und sollte auf das Wesen deines Labradors abgestimmt sein. Die beste Zeit für das Training ist nach dem Schlafen. Dann ist der Labbi ausgeruht und kann sich am besten konzentrieren. Baue in dein Training alle Spiele ein, die dein Labrador mag und steigere langsam den Schwierigkeitsgrad.

Beispielübungen


“Sitz!“
Um deinem Hund „Sitz“ beizubringen, musst du ihn erst einmal zu dir rufen. Zur Unterstützung des Kommandos hebst du den Zeigefinger, das erhöht auch die Aufmerksamkeit deines Vierbeiners. Nun sagst du das Kommando und drückst dabei das Gesäß deines Hundes sanft nach unten. Sobald er wieder aufstehen will, wiederholst du das Kommando und die Handlung. Hat die Übung Erfolg, bekommt der Hund seine Belohnung. 

“bei Fuß“
Für diese Übung sollte der Labrador neben dir laufen. Nimm eine Leine, die deiner doppelten Armlänge entspricht und die man an verschiedenen Punkten befestigen kann. Nun lass den Hund neben dir sitzen. Wenn du deutlich und klar „bei Fuß“ sagst, soll er losgehen. Läuft der Hund nicht sofort los, gehe einfach weiter. Du darfst bei dieser Übung keine Unsicherheit zeigen, dass das wird dein Labrador merken. Und du bist schließlich der Rudelführer. Es wird passieren, dass der Hund andere Wege gehen möchte als du. Das darfst du nicht zulassen. Wenn er einen anderen Weg einschlagen möchte, ziehe kurz seitwärts an der Leine, um ihn zu ermahnen. Nach einiger Zeit und etwas Übung wird dein Labrador entspannt neben dir laufen. Zwischendurch solltest du den Hund immer wieder belohnen und loben. 

Apportieren
Diese Übung gehört für jeden Labrador zu den liebsten Übungen. Als Dummy kannst du für die Übung einen Futterbeutel oder sein Lieblingsspielzeug nutzen. Für die Labradore ist das Apportieren eine schöne Beschäftigung, die viel Spaß macht. Aber gleichzeitig lernt der Hund auch, zu dir zurückzukommen, wenn du das forderst. Wichtig ist, dass du dem Hund nach und nach begreiflich machst, dass ihn eine Belohnung erwartet, wenn er den Dummy zurück zu dir bringt. Im Falle eines Futterbeutel-Dummys wäre das ein Leckerli, im Falle eines Spielzeugs wäre es eine kurze Spieleinheit damit, sobald er es zurückgebracht hat. Werfe den Dummy einige Meter weit weg und gib deinem Hund das Kommando, ihn zurückzubringen. Anfangs wird das natürlich nicht funktionieren. Am besten zeigst du ihm vorher, was ihn erwartet, sobald du den Dummy in der Hand hälst. Das kannst du vorab auf Spaziergängen üben oder im Haus, wenn du beispielsweise immer wieder seine Lieblingsleckerlis aus dem Futterbeutel holst. 

Übungen für den Geist – Intelligenzspiele
Um deinen Hund die Impulskontrolle und die Konzentration beizubringen, eignen sich Intelligenzspiele besonders gut als Trainingseinheit. Das funktioniert auch super zwischendurch und verspricht etwas Abwechslung. Probiere doch zum Beispiel mal das aus: Lege Trockenfutter, Kauknochen oder andere Leckerlis in ungiftige Verpackungen, wie Küchenrollen, unbedruckte Kartons oder Brottüten. Dein Labrador wird das Leckerli riechen, aber noch nicht sehen. Er muss es sich also erst erarbeiten und darüber nachdenken, wie er an die Leckerei herankommt. Ähnlich funktioniert der Futterball, der auch ein tolles Geduldsspiel ist. Futterbälle gibt’s im Handel und sie werden mit Leckerlis oder Trockenfutter gefüllt. Damit diese aus dem Loch im Ball herausfallen, muss der Hund ihn herumschubsen. Auch Suchspiele fördern die Intelligenz deines Labradors. Verstecke zum Beispiel Leckerlis in der Wohnung oder im Garten. Der Labrador kann seine Spürnase einsetzen und nach ihnen suchen.

Die größten Fehler bei der Labrador Erziehung

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Die Labrador Erziehung birgt auch viele Fehler. Oftmals erwarten wir von unseren Tieren zu viel. Ein völlig reibungsloses Miteinander wird nie funktionieren und der Hund kann niemals alles richtig machen. Stattdessen solltest du dich auf das Machbare konzentrieren. 

Inkonsequenz
Inkonsequenz stellt sich bei der Labrador Erziehung immer wieder als der größte Fehler heraus. Du solltest unbedingt beharrlich dabei bleiben, aber dennoch Geduld beweisen. Wichtig ist: Wenn du einmal eine Regel aufgestellt hast, musst du dich auch daran halten, wenn du dasselbe von deinem Hund erwartest. Machst du auch nur eine Ausnahme, zweifelt der Hund sofort an dieser Regel und vergisst leicht, was er zuvor gelernt hat. 

Den Labrador vermenschlichen
Viele Menschen neigen dazu, ihre Tiere zu vermenschlichen. Sicher, dein Labrador ist ein Familienmitglied. Aber er ist noch lange kein Mensch. Hunde haben weder eine Vorstellung von Zeit noch kennen sie so etwas wie Vergangenheit und Zukunft. Sie leben einfach im Hier und Jetzt. Zur Vermenschlichung gehört auch, ängstliche oder aggressive Hunde zu beruhigen oder zu streicheln. Bei menschlichen Kindern mag das funktionieren. Aber Hunde ticken anders. Dein Labrador fühlt sich in seiner Angst und Unsicherheit nur bestätigt, wenn du dich in dem Moment intensiv ihm widmest. Besser ist, wenn du Sicherheit ausstrahlst und dich ganz normal verhälst. Versuche, deinem Labrador keine menschlichen Handlungsfähigkeiten zu unterstellen. Das, was Hunde machen, ist in der Regel nicht bewusst. Sie handeln nach Intuition, Trieb und Bedürfnissen. Auch musst du nicht mit deinem Labrador reden, als wäre er ein Mensch. Er versteht die menschliche Sprache nicht, sondern nimmt nur Laute war. Besser ist es, mehr über Körpersprache mit deinem Hund zu kommunizieren. So interpretierst du auch sein Verhalten nicht falsch und behinderst weder dich noch ihn in eurer Erziehungsphase. 

Zu wenig Sozialisierung zu anderen Tieren
Viele Menschen halten ihre Hunde von anderen Tieren fern. Dazu gehören nicht nur andere Hunde, sondern auch andere Arten. Bereits im Welpenalter sollten Labradore in Kontakt zu anderen Tieren kommen, sonst könnte das später zu Problemen führen. Denn sind sie diesen Kontakt nicht gewöhnt, kann das später zu Ängsten und Stresssituationen führen. Bereits in der Sozialisierungsphase ist der Kontakt zu so vielen Tierarten wie möglich wichtig, denn diese frühen, positiven Erfahrungen bleiben dem Hund intuitiv im Gedächtnis. 

Falsches Verhalten tolerieren
Dieser Fehler beginnt leider oft schon im Welpenalter. Die Kleinen sind noch so niedlich und tapsig, dass ihnen oft vieles erlaubt wird. Ab dem ersten Tag solltest du konsequent an der Labrador Erziehung arbeiten, um spätere Probleme zu vermeiden. Wichtig ist auch, den Hund nicht im falschen Moment zu belohnen. Die Belohnung ist das Hauptmittel der Labrador Erziehung. Sie muss direkt auf ein richtiges Verhalten des Hundes erfolgen. Nur dann kann der Hund die Leckerlis mit dem Kommando verknüpfen und verinnerlichen. Daher ist es wichtig, dass du immer auf die Körpersprache und die Gesten deines Hundes achtest. Springt dich dein Hund zur Begrüßung an, solltest du ihn auf keinen Fall streicheln. Das sieht der Hund als Belohnung an und wird es immer wieder tun. Auch Betteln ist so ein typisches Beispiel für Inkonsequenz. Nein, dein Hund wird keine Ruhe geben, wenn du ihm einen Happen deines Essens abgibst. Er wird weiterhin hartnäckig bleiben und sich diese Unart sogar angewöhnen. Am besten du ignorierst deinen Labrador, wenn er bettelt. Irgendwann wird er müde und merkt, dass er keinen Erfolg damit hat. 

Strafen und Gewalt während der Erziehung
Du solltest deinen Hund niemals bestrafen, wenn er etwas falsch macht. Sinnvoller ist es, den Labrador zu belohnen, wenn er sich richtig verhält. Labradore lernen vor allem durch positive Erfahrung. Mit Bestrafungen oder gar Gewalt in jeglicher Form erreichst du bei der Labrador Erziehung gar nichts. Ganz im Gegenteil: Beides zerstört die Bindung zwischen dir und deinem Hund und führt in den meisten Fällen sogar noch zur Verschlimmerung der Probleme. 

An der Leine ziehen lassen
Dieses Problem kennen viele Labrador-Besitzer. Die großen, schweren Tiere zerren an der Leine und wollen grundsätzlich schneller ans Ziel als ihr Mensch. Wenn du deinen Labrador an der Leine ziehen lässt, signalisierst du ihm, dass er sich richtig verhält und sein Ziel erreichen wird. Besser ist es, wenn du stehen bleibst oder einfach die Richtung änderst, sobald dein Hund anfängt zu ziehen. Du solltest erst weitergehen, wenn keine Spannung mehr auf der Leine liegt. Der Hund muss lernen, dass er durch ziehen nicht weiterkommt. Und am Ende ist es für ihn auch wesentlich entspannter und ruhiger, wenn er nicht mehr den Drang hat, zu ziehen, um voran zu kommen. 

Den Hund über- oder unterfordern
Sowohl zu wenig Auslastung und Abwechslung als auch Überforderung können bei der Erziehung Störfaktoren sein. Geh doch ab und zu mal auf eine Wiese oder in den Wald zum Austoben, anstatt immer nur spazieren zu gehen. Integriere Denkspiele und Toben in die Erziehung, damit dein Hund nicht nur lernt, sondern sich auch auslasten kann. Wichtig ist, dass dein Hund auch Spaß bei der Erziehung hat. Wenn du aber merkst, dass dein Labrador eine Übung nicht schafft, vereinfache diese oder versuche es später erneut. Oftmals sind Hunde schnell überfordert mit einigen Kommandos. Wichtig ist auch, dass du langsam und in kleinen Schritten vorgehst.

Labrador Erziehung Anleitung


Bei der Labrador Erziehung kann eine Schritt-für-Schritt Anleitung gold wert sein.

Was ist aber wenn...


  • keine Hundeschule in meiner Nähe ist?
  • die Methoden der Hundeschule nicht zeitgemäß sind?
  • ich nicht die Zeit und das Geld habe, regelmäßig eine Hundeschule zu besuchen?

Dieses Szenario begegnet uns immer wieder. Doch im Internet-Zeitalter gibt es auch hierfür eine Lösung!

Die Online Hundeschule

Die Online Hundeschule von Johanna Esser, ausgebildete Hundetrainerin, ist im Bereich Hundetraining einzigartig. 

In über 50 Videos wird zum Beispiel gezeigt...

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    Wie du deinen Hund dazu bringst, nicht mehr an der Leine zu ziehen
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    Wie du deinem Hund die gängigen Kommandos beibringst (Sitz, Platz etc.)
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    Wie dein Hund auch ohne Leine an deiner Seite bleibt
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    Spiele für geistige und körperliche Fitness
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    Bonus: Clickertraining und Fährtenkurs

Schon mehr als 20.000!! Hundefreunde haben bei dem Online Hundetraining mitgemacht!

Ist das auch für Labradore geeignet?

Ja! Die Labrador Erziehung unterscheidet sich nicht von der Erziehung anderer Rassen. Die Übungen sind bestens für Labradore geeignet.

Hier kannst du Erfahrungen von anderen Hundehaltern nachlesen.

Die Vorteile des Online Hundetrainings für dich:

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    Du kannst die Videos jederzeit so oft du willst ansehen
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    Du musst nicht extra zu einer Hundeschule fahren
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    Es kommen wöchentlich Updates mit neuen Übungen und Spielen
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    Eine ausgebildete Hundetrainerin zeigt dir Schritt für Schritt, wie du deinen Labrador zum perfekten Begleiter erziehst
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    Die Zufriedenheitsquote ist enorm hoch - aber sieh selbst.